„Bei mir gibt es doch nichts zu holen!“
Hast du dir das auch schon gedacht, wenn du schon wieder mal dein Passwort ändern musstest?
Ob in der Schulpflege, der Schulverwaltung, der Schulleitung oder im Schulzimmer: Der Alltag an der Schule ist geprägt vom Tagesgeschäft, Elternabenden und organisatorischen Herausforderungen. Cybersicherheit steht dabei selten an oberster Stelle.
Die Realität sieht leider anders aus. Warum du und deine Schule eben doch im Fadenkreuz stehst und wie du dich mit ganz einfachen Mitteln schützen kannst, erfährst du hier.
Darum wirst du angegriffen
Du bist ein leichtes Ziel

Stell dir eine hochgesicherte Bankfiliale vor: Panzerglas, Tresore, Kameras und Wachpersonal. Auf der anderen Straßenseite steht ein kleiner Kiosk. Wo bricht ein Räuber eher ein? Natürlich beim Kiosk. Nicht, weil dort Milliarden liegen, sondern weil der Einbruch viel einfacher ist und weniger Risiko birgt.
Genau das passiert in der digitalen Welt. Grosskonzerne geben Millionen für ihre IT-Sicherheit aus. Schulen hingegen haben oft begrenzte Ressourcen und veraltete Systeme. Cyberkriminelle nutzen automatisierte Programme, die das gesamte Internet nach leichten Opfern absuchen. Sie greifen dich nicht an, weil du eine Schule bist, sondern weil die digitale Tür offen steht.
Deine Daten sind wertvoller als du denkst

Vielleicht denkst du, dass Stundenpläne oder Notenlisten niemanden interessieren. Aber Schulverwaltungen speichern eine Goldgrube an sensiblen Daten: Personalien, Adressen, Bankverbindungen, Gesundheitsdaten oder psychologische Gutachten von Schülerinnen und Schülern.
Databroker (Datenhändler) kaufen solche gestohlenen Datensätze im Darknet auf. Sie kombinieren diese Informationen, um Identitätsdiebstahl zu begehen, Verträge auf fremde Namen abzuschliessen oder zielgerichtete Erpressungen durchzuführen. Deine Daten haben auf dem Schwarzmarkt einen sehr konkreten Geldwert.
Du bist ein Multiplikator

Gelingt es Angreifern, dein E-Mail-Konto oder deinen Zugang zur Schulplattform zu knacken, geht es selten nur um dich persönlich. Du wirst als Sprungbrett genutzt.
Da deine E-Mails von einer offiziellen Schuladresse stammen, geniessen sie hohes Vertrauen. Angreifer nutzen dein Konto, um im Namen der Schule gefälschte Nachrichten an Eltern, Behören oder Arbeitskollegen zu senden. Weil die Nachricht von dir kommt, schöpft niemand Verdacht und der Angreifer kann sich blitzschnell im gesamten Netzwerk ausbreiten.
3 einfache Dinge, die du als Lehrperson sofort selber tun kannst
Du musst kein IT-Profi sein, um deine Schule sicherer zu machen. Diese drei Schritte kannst du sofort umsetzen:

- Nutze Zwei-Faktor-Authentifizierung: Aktiviere überall dort, wo es möglich ist, die Anmeldung mit zwei Schritten. Das funktioniert wie beim Online-Banking: Neben deinem Passwort benötigst du einen kurzen Code auf deinem Smartphone. Selbst wenn jemand dein Passwort stiehlt, kommt er ohne dein Telefon nicht in dein Konto.
- Verwende für jeden Dienst ein eigenes Passwort: Nutze dein Passwort für das Schulnetzwerk niemals für private Konten wie Online-Shops oder soziale Medien. Wird eine solche Plattform gehackt, versuchen Angreifer sofort, sich mit deinen Daten auch in deinem Schulkonto anzumelden.
- Sei misstrauisch bei unerwarteten E-Mails: Klicke niemals vorschnell auf Links oder Anhänge, wenn dir eine E-Mail ungewöhnlich vorkommt. Das gilt auch dann, wenn du den Absender kennst. Frage im Zweifel lieber kurz persönlich nach, bevor du etwas öffnest.
Sicherheit auch in deinem Schulhaus
Die wichtigsten Massnahmen rund um die Sicherheit sind keine Hexerei. Aber man muss sie durchziehen.
Ich unterstütze auch deine Schule bei ihrer Sicherheitsstrategie. Ich hole euch dort ab wo ihr steht und ich helfe euch die Schritte umzusetzen, bei denen ihr noch Hilfe braucht.
Ich finde für euch pragmatische umsetzbare Lösungen, die ihr in den Ökosystemen, in denen ihr euch befindet umsetzen könnt.
Besuche mein Beratungsangebot auf bestpickmeier.ch oder melde dich direkt für ein Erstgespräch.


